DJI Mini 4 Pro vs DJI Mini 3 Pro vs DJI Mini 3: Welche Einsteiger-Drohne passt zu dir?

Drei kompakte Drohnen, ein Hersteller, unterschiedliche Ansprüche. In diesem detaillierten Vergleich findest du heraus, welche DJI Mini die richtige Wahl für deine Luftaufnahmen ist.

Die DJI Mini Serie: Kompakt, leistungsstark und einsteigerfreundlich

Seit DJI die Mini-Serie auf den Markt gebracht hat, hat sich die Art und Weise, wie Hobby-Filmemacher und Einsteiger in die Drohnen-Fotografie denken, grundlegend verändert. Diese winzigen Fluggeräte vereinen beeindruckende Technologie in einem Gehäuse, das kaum größer als eine Handfläche ist. Das Besondere: Alle drei Modelle wiegen unter 250 Gramm und fallen damit in eine Kategorie, die in vielen Ländern weniger strenge Regulierungen unterliegt.

Die DJI Mini 3, die DJI Mini 3 Pro und die Mini 4 Pro bilden aktuell das Einsteiger- und Mittelklasse-Segment im DJI-Portfolio. Während die Mini 3 als günstigster Einstiegspunkt konzipiert wurde, richtet sich die Mini 3 Pro an fortgeschrittene Einsteiger und Content Creator, die mehr Funktionen benötigen. Die Mini 4 Pro schließlich setzt neue Maßstäbe in dieser Klasse und bietet Funktionen, die man sonst nur in professionelleren Modellen findet.

In diesem umfassenden Vergleich nehmen wir alle drei Drohnen genau unter die Lupe. Wir vergleichen ihre technischen Daten, analysieren die Kameraqualität, beleichten die Flugeigenschaften und helfen dir dabei, die perfekte Wahl für deine individuellen Bedürfnisse zu treffen. Denn eines ist klar: Nicht jeder braucht die teuerste Drohne – aber jeder verdient die richtige.

Technische Daten im direkten Vergleich

Beginnen wir mit den nackten Zahlen, die oft den ersten Anhaltspunkt für eine Kaufentscheidung liefern. Alle drei Drohnen teilen sich ein wichtiges Merkmal: Das Gewicht von exakt 249 Gramm macht sie zu den leichtesten 4K-Drohnen auf dem Markt. Diese Gewichtsgrenze ist kein Zufall, sondern strategisch gewählt, um in vielen Ländern Registrierungspflichten und Drohnenführerschein-Anforderungen zu umgehen.

Die Mini 4 Pro setzt mit einem Preis von 799 Euro das obere Ende der Modellreihe und bietet dafür eine maximale Flugzeit von 34 Minuten. Das klingt zunächst nach wenig, im Vergleich zu den anderen Modellen musst du jedoch bedenken, dass die Mini 4 Pro mit fortschrittlicheren Sensoren und mehr Rechenleistung ausgestattet ist, was den Energieverbrauch erhöht. Die Reichweite von beeindruckenden 20 Kilometern via OcuSync 4.0 macht sie zur Reichweiten-Königin dieser Serie.

Die DJI Mini 3 Pro bietet mit 759 Euro einen nur minimal niedrigeren Einstiegspreis und trumpft dafür mit einer längeren Akkulaufzeit von bis zu 47 Minuten – allerdings nur mit der optionalen Intelligent Flight Battery Plus, die das Gewicht allerdings über die 250-Gramm-Grenze bringt. Standardmäßig erreichst du mit der mitgelieferten Batterie etwa 34 Minuten Flugzeit. Die Funkreichweite von 12 Kilometern ist für die meisten Anwendungsfälle mehr als ausreichend.

Die DJI Mini 3 schließlich ist mit 469 Euro die günstigste Option im Bunde und überrascht mit einer maximalen Flugzeit von 38 Minuten mit der Standardbatterie. Mit der Plus-Batterie sind sogar 51 Minuten möglich, was sie zur Ausdauer-Königin macht. Die Reichweite fällt mit 10 Kilometern (FCC) beziehungsweise 6 Kilometern (CE) etwas geringer aus, was für Einsteiger in der Regel jedoch kein Hindernis darstellt.

Kameraqualität und Video-Fähigkeiten

Die Kameraqualität ist zweifellos das Herzstück jeder Drohne und der Bereich, in dem sich die größten Unterschiede zwischen den drei Modellen zeigen. Beginnen wir mit der Mini 4 Pro: Sie verfügt über einen 48-Megapixel-Sensor, der 4K-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufnimmt und dabei einen Dynamikumfang bietet, der selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen für detailreiche Aufnahmen sorgt. Besonders hervorzuheben ist die Fähigkeit, 4K-Videos mit 100 Bildern pro Sekunde für beeindruckende Zeitlupenaufnahmen zu produzieren.

Die DJI Mini 3 Pro setzt auf den gleichen 48-Megapixel-Sensor der 1/1.3-Zoll-Klasse, verzichtet jedoch auf die höchsten Bildraten. 4K mit 60fps sind möglich, allerdings fehlt die 100fps-Option für Zeitlupen. Was die Mini 3 Pro jedoch auszeichnet, ist das True Vertical Shooting-Feature, das die Kamera um 90 Grad dreht und damit perfekte Hochkant-Videos für Social Media wie Instagram Reels oder TikTok liefert – ein Feature, das besonders für Content Creator unverzichtbar ist.

Die DJI Mini 3 nutzt ebenfalls einen 1/1.3-Zoll-CMOS-Sensor mit 48 Megapixel, unterscheidet sich jedoch in der Videoleistung. Sie nimmt 4K-Videos mit maximal 30fps auf, was für die meisten Anwendungsfälle völlig ausreichend ist, aber schnelle Bewegungen oder Action-Aufnahmen weniger flüssig einfängt. Der Dynamikumfang ist dennoch beachtlich und ermöglicht auch bei Gegenlicht akzeptable Ergebnisse.

Ein wichtiger Unterschied betrifft die Farbtiefe: Weder die Mini 3 noch die Mini 3 Pro unterstützen 10-bit-Video, was bedeutet, dass die Mini 4 Pro in der Nachbearbeitung die größte Flexibilität bietet. Für Einsteiger und Hobby-Filmemacher ist dieser Aspekt meist weniger relevant, sollte aber bei der Wahl berücksichtigt werden, wenn du planen solltest, deine Videos professionell zu colorieren.

Sicherheit und intelligente Flugfunktionen

Die Sicherheitsfunktionen einer Drohne sind nicht nur für Neulinge wichtig, sondern können auch erfahrene Piloten vor kostspieligen Unfällen bewahren. Hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den drei Modellen, die deine Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen sollten.

Die Mini 4 Pro führt das Feld mit einem omnidirektionalen Hindernisvermeidungssystem an. Das bedeutet, dass Sensoren an Vorderseite, Rückseite, Unterseite und Seiten vorhanden sind und die Drohne in alle Richtungen Hindernisse erkennen kann. Kombiniert mit dem APAS 5.0-System (Advanced Pilot Assistance System) kann die Mini 4 Pro automatisch um Hindernisse herumfliegen oder schlimmstenfalls anhalten, was das Risiko von Kollisionen erheblich reduziert. Diese Funktion ist besonders wertvoll in komplexen Umgebungen wie Wäldern, Stadtgebieten oder bei Innenaufnahmen.

Die DJI Mini 3 Pro bietet mit ihrer dreifachen Hindernisvermeidung (vorne, hinten und unten) bereits einen soliden Schutz, der die wichtigsten Richtungen abdeckt. Was fehlt, ist die seitliche Sensorik, weshalb du bei seitlichen Bewegungen in der Nähe von Hindernissen vorsichtiger sein musst. Trotzdem ist das System für die meisten Situationen völlig ausreichend und stellt einen enormen Fortschritt gegenüber früheren Modellen dar.

Die DJI Mini 3 zeigt sich in diesem Bereich am sparsamsten ausgestattet: Sie verfügt lediglich über einen Abwärtssensor, der primär für die präzise Positionierung in der Luft und für sichere Landungen sorgt. Eine aktive Hindernisvermeidung in horizontaler Richtung fehlt vollständig. Das bedeutet, dass du als Pilot die volle Verantwortung für die Flugroute übernimmst und besonders in unübersichtlichen Situationen aufmerksam sein musst. Für erfahrene Piloten, die ihre Drohne sicher im Blick haben, ist dies verkraftbar – für absolute Anfänger kann diese Einschränkung jedoch eine steilere Lernkurve bedeuten.

Flugeigenschaften und Handling im Praxis-Check

Wie sich eine Drohne in der Luft verhält, entscheidet maßgeblich über das Flugvergnügen und die Qualität deiner Aufnahmen. Alle drei DJI Mini-Modelle profitieren von DJIs ausgereifter Flugsoftware und bieten intuitive Steuerungselemente, die das Fliegen selbst für Anfänger schnell erlernbar machen.

Die Mini 4 Pro zeigt sich trotz ihrer fortschrittlichen Sensorik als die wendigste der drei Drohnen. Die Kombination aus leistungsstarken Motoren und optimierter Aerodynamik ermöglicht präzise Steuerungsbewegungen und schnelle Richtungswechsel. Der Windwiderstand ist bis zu einer Windstärke von 10,7 m/s (etwa 5 Beaufort) spezifiziert, was bedeutet, dass du auch bei leichtem Wind stabile Aufnahmen hinbekommst. In der Praxis zeigt sich die Mini 4 Pro jedoch etwas windanfälliger als ihre Schwestermodelle, was auf das etwas leichtere Gehäuse und die größeren Propeller zurückzuführen ist.

Die DJI Mini 3 Pro bietet einen hervorragenden Kompromiss aus Leistung und Handhabung. Sie liegt ruhig in der Luft und verzeiht kleinste Steuerungsfehler. Die Flugstabilität ist auch bei moderatem Wind beeindruckend, was sie zur bevorzugten Wahl für Landschaftsaufnahmen macht, bei denen längere Belichtungszeiten für scharfe Bilder erforderlich sind. Das leicht höhere Gewicht im Vergleich zur Standard-Mini 3 (beide sind offiziell 249g, aber die Pro-Version fühlt sich solider an) trägt zur Windstabilität bei.

Die DJI Mini 3 überrascht mit ihrer Agilität und liegt gut in der Hand. Trotz der fehlenden seitlichen Sensoren bietet sie eine stabile Fluglage und reagiert direkt auf Steuerungseingaben. Das Fehlen der seitlichen Hinderniserkennung wird durch die kompakte Bauweise teilweise ausgeglichen, da die Drohne insgesamt wendiger ist und enger durch Hindernisse navigiert werden kann. Die etwas längere Akkulaufzeit macht sie zur idealen Wahl für längere Flugeinsätze und ausgedehnte Foto-Sessions.

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